Aussichtspunkt Eulenköpfchen

Ein besonders schönes Ausflugsziel
ist der Aussichtspunkt "Eulenköpfchen"

auf dem Petersberg, oberhalb des Moselortes Neef. Von der Aussichtskanzel aus genießt man einen grandiosen Panoramablick über die gesamte  Moselschleife mit den steilsten Weinbergen Europas.






Das Neefer Eulenköpfchen

Vermutlich war der Petersberg schon für die vorchristlichen Kelten, die auf dem nahe liegenden Hochkessel ihre Fliehburg hatten, ein wichtiger Standort. Funde lassen darauf schließen, dass sich hier in dieser exponierten Lage
ein gallorömischer Tempel befand, wo  kultartig Naturgötter verehrt wurden.
Auch in der Nachfolgezeit ist der Petersberg ein geschichtlich hoch interessanter Platz geblieben, dem insbesondere in der römischen Epoche eine große Bedeutung zukommt. Auf dem steilen und schwer

zugänglichen, lang gezogenen schmalen Grat des Berges befand sich eine Höhenbefestigung. Im Bereich der Anlage stellte der Gipfel des Eulenköpfchens den zentralen Punkt dar.
Um die Höhenbefestigung hatten sich Militär und Zivilbevölkerung angesiedelt. Insbesondere am flach abfallenden Nordhang des Berges wurden an verschiedenen Plätzen Reste römischer Villen aufgefunden.
Deutliche Siedlungsspuren, die zweifellos mit der Befestigung in Verbindung standen, hinterlässt ein entdecktes Gräberfeld auf einer Einsattlung des Berggrates. Spätestens zu Beginn des 6. Jahrhunderts wurde hier schon beerdigt.
Mit Sicherheit hatten die Römer am Südhang des Berges schon Wein angebaut. Als die fränkischen Könige römische Güter übernahmen, gehörte dazu auch ein großer Weinberg, der direkt unterhalb des Eulenköpfchens lag. Diesen schenkte der Franken-König Dagobert I. (623 – 639) der Metzer Domkirche St. Arnulf. Mittelpunkt dieses Weinberges war ein Betriebsgebäude, das aus der vormaligen römischen Festungsanlage stammte. Solche befestigten Anlagen nannten die Franken Bork. So gibt es unterhalb dieser Stelle auch heute noch die sehr gute Weinberglage Burgberg.
Im Gelände zwischen dem Burgberg und dem frühmittelalterlichen Friedhof gab es die urkundlich belegte Ansiedlung Rumpenheim. Diese Bezeichnung wird auf die Trümmer-, bzw. Rumpf-Stätte des römischen Kastells zurückgeführt.